Vernetzung bringt mehr Regionalität in die Gastronomie
Ziel ist es, Landwirtschaft und Gastronomie enger zu vernetzen und den Einsatz regionaler Produkte nachhaltig auszubauen. „Im Ötztal haben wir schon mehrfach bewiesen, dass wir nicht nur darüber reden, sondern auch handeln. Genau dafür ist diese Initiative da: um Verständnis zu schaffen und konkrete Zusammenarbeit zu ermöglichen“, betont Raphael Kuen, Manager des Lebensraum Ötztal.
Praxis statt Theorie
Gastgeber Florian Wedde, Geschäftsführer der Riml Gastrobetriebe, gab Einblicke in die Abläufe eines Großbetriebs. Bereits zum Stichtag Mitte Dezember 2025 wurden in der laufenden Saison bereits rund 30 Tiroler Almrinder ganzheitlich verarbeitet, von Edelteilen bis hin zu Suppen- und Gulaschfleisch. Insgesamt kommen jährlich etwa 20 Tonnen Tiroler Almrind zum Einsatz. Auch heimische Milch- und Käseprodukte sind fixer Bestandteil der Küche. Der Austausch ist laut Wedde ein Lernprozess auf beiden Seiten. Dass die Vernetzung Wirkung zeigt, belegen konkrete Ergebnisse: Rund 500 Kilogramm Ötztaler Kuhkäse werden mittlerweile für die Produktionsküche abgenommen. Beim zweiten Treffen wurde zudem die Abnahme von Milch aus dem Ötztal fixiert. Ein weiteres Beispiel für kurze Wege und direkte Entscheidungen.
Starkes Netzwerk, klare Perspektive
Begleitet wurde das Treffen von einem Buffet mit heimischen Produkten. Vom Ötztaler Quellfisch über Kuh- und Ziegenkäse bis hin zu Honig und Milchprodukten. Neben Produzent:innen und Gastronom:innen waren auch Landwirtschaftskammer Tirol, Agrarmarketing Tirol, Naturpark Ötztal sowie zahlreiche Bewusst-Tirol-Betriebe vertreten. Mit aktuell 43 zertifizierten Betrieben ist das Ötztal Tirols stärkste Bewusst-Tirol-Region.